Rosen

Schnee hat auch sein Gutes: So wirkt er oft wie eine wärmende Isolationsschicht gegen den schlimmsten Frost. Bei Rosen zum Beispiel sollte man ihn nur nach sehr starkem Schneefall von den Zweigen schütteln, damit sie nicht brechen. Bei großem Frost ohne Schnee, sollten Rosen mit Tannenzweigen abgedeckt werden – um sie vor der Wintersonne zu schützen. Der Grund: An sonnigen, kalten Wintertagen verdunstet mehr Feuchtigkeit aus den Trieben. Der Verlust lässt sich über die gefrorenen Wurzeln im Boden nicht ausgleichen. Man spricht von „Frosttrocknis“, da die Rose eher vertrocknet als erfriert. Kletterrosen mit Strohmatten bedecken und diese an der Hauswand befestigen.  Ende


Er überrascht uns an tristen Wintertagen wie ein Sonnengruß: Mit seinen gelben Blüten erinnert er an die Forsythie, mit der er immerhin verwandt ist. Beide gehören zur Familie der Ölbaumgewächse und kommen ursprünglich aus China. Der Winterjasmin blüht nicht so üppig wie die Forsythie, aber zarter und feiner. Er wächst auch gern an einem Spalier hinauf. Wenn man nach der Blüte die seitlichen Zweige zurückschneidet (bis fünf Zentimeter vor den Hauptästen), blüht er im nächsten Winter noch schöner.  Ende

Medizinmann

Mit unseren Balkon-Geranien hat sie allerdings nicht viel gemeinsam, obwohl sie zur Familie der Geraniengewächse gehört: Die lila blühende Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides) schaut nicht nur sehr exotisch aus, sie ist auch hochbegabt. Die Heilwirkung, die man ihr nachsagt, ist erstaunlich: Bakterien und Viren schlägt sie gleichermaßen in die Flucht und hilft bei Grippe und Atemwegserkrankungen aller Art. In der Pflanzenheilkunde wird sie als „natürliches Antibiotikum“ hoch geschätzt. Und vielen von uns ist die südafrikanische Geranienart darum auch eher aus der Apotheke bekannt: als kleines Fläschchen mit dem schwer aussprechbaren Namen „Umckaloabo“.

In der Sprache der Zulu heißt das „schwerer Husten“. Und den heilt man in der südafrikanischen Region Lesotho seit Jahrhunderten erfolgreich mit dem Wurzelsud der Kapland-Pelargonie. Die Pflanze wächst nur in dieser einen Gegend Südafrikas. Dass auch wir heute von dem Heilwissen des Zulu-Volkes profitieren können, verdanken wir dem Engländer Charles Henry Stevens. Der lungenkranke Stevens lernte 1897 auf einer Reise nach Südafrika in Lesotho einen heilkundigen Zulu kennen, der ihm von dem Wurzelsud der Kapland-Pelargonie zu trinken gab. Stevens wurde geheilt und brachte die Pflanze mit nach Europa.

Zwar hat es noch etliche Jahrzehnte gedauert, bis das uralte Wissen der Zulu auch in der modernen medizinischen Forschung erkannt und genutzt wurde. Aber immerhin: Wer heute bei uns mit schwerem Husten und Erkältung eine Apotheke aufsucht, kommt immer öfter mit einem Fläschchen Pelargonie zurück. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Medizinmann!  Ende