Sonnenblume

Ein Balkon bietet andere Bedingungen als das Blumenbeet. Mauerwerk speichert die Hitze viel stärker als die Erde im Garten. Auch Wind und Schatten sind auf „Balkonien“ kräftiger. Für sonnenreiche Balkons eignen sich Lavendel, Thymian, Rosmarin und andere mediterrane Pflanzen. Tomaten, Zuccini und ähnliche wärmeliebende Gemüsearten gedeihen hier bestens. Auch Rosen fühlen sich wohl.

BalkonidylleWer es auf dem Balkon eher schattig hat, der sollte sich für Hortensien und Azaleen entscheiden. Bohnen und Kürbis brauchen zum Wachsen ebenfalls nur wenig Sonne. Auch die Hosta eignet sich prima für die Schattenecke. Nur windig darf es dort nicht sein. Es gibt sie in einer Vielzahl von Sorten und jede davon ist für den Kübel geeignet. Die Hosta, auch Funkie genannt, ist eine sogenannte Blattschmuckstaude: Große hübsche Blätter mit auffälligen Blattzeichnungen sind ihre Besonderheit. Die Blätter, wachsen mit dem Alter der Pflanze. Aber die Hosta trägt auch malerische, weiße bis lavendelfarbene Blüten. Im Kübel sollte diese elegante Staude regelmäßig gedüngt werden. Verwenden Sie dazu im April / Mai am besten einen Volldünger, im Juni / Juli einen Flüssigdünger.  Ende

Sonnenwendfest und Johannisfeuer sind hierzulande traditionell mit dem Beginn des Sommers verbunden. Der Johannistag, an dem das katholische Christentum seit dem 4. Jahrhundert Johannes den Täufer ehrt, fällt auf den 24. Juni. Dies ist auch der Auftakt für die Ernte des nach ihm benannten Johanniskrauts, das nun in voller Blüte steht. Der 24. Juni gilt als die kürzeste Nacht des Jahres, vergleichbar mit dem skandinavischen Midsommer. In Estland und Lettland feiert man am 24. Juni „Jani“, das wichtigste Fest nach Weihnachten.

Hierzulande spricht man am Johannistag in manchen ländlichen Regionen auch vom „Spargelsilvester“. Das dürfte damit zusammenhängen, dass nach dem 24. Juni kein Spargel oder Rhabarber mehr geerntet werden sollte. Denn danach steigt die Oxalsäure in den Stängeln auf ein gesundheitsschädliches Maß an.   Ende

Rosen

Das Geheimnis schöner Rosen? Erfüllen Sie ihre gar nicht so anspruchsvollen Wünsche: Sie lieben es warm und sonnig, dazu ein leiser Windhauch ab und zu - perfekt! Sie möchten niemals an eine Stelle gepflanzt werden, wo schon einmal Rosen blühten. Dann wachsen sie weniger kräftig. Sie mögen humusreichen Boden. Für optimales Wachstum brauchen sie zudem eine kluge, stickstoffreiche Düngung. Die erste benötigen sie im April. Geben Sie in die zuvor aufgelockerte Erde Mineraldünger (der flüssige wirkt sofort, der Langzeitdünger stetig, aber weniger umweltbelastend) oder organischen Dünger. An heißen Sommertagen sollten Sie nach dem Düngen immer auch etwas wässern. Wichtig dabei: Rosen grundsätzlich nur an den Wurzeln gießen, nicht von oben auf die Blätter. Sonst droht Schädlingsbefall. Ab Ende Juni sollte dann auf stickstoffhaltigen Dünger ganz verzichtet werden. Die Rosen werden andernfalls im Winter extrem frostempfindlich. Die Alternative heißt Kalidüngung, mit der die Rosen auch harte Winter gut überstehen.   Ende

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang beginnt auch die Erntezeit für Kräuter. Sie sollten an einem sonnigen Tag geerntet werden, möglichst vormittags, wenn der Morgentau verschwunden ist. Kräuter wie Salbei, Petersilie, Dill und Pfefferminze, deren Blätter für uns besonders interessant sind, werden vor der Blüte geerntet. Aromaessenz und Wirkstoffe sind jetzt am stärksten. Andere Kräuter wie Basilikum, Thymian und Estragon erntet man, sobald erste Knospen gesichtet werden. Rosmarin, Lavendel und Majoran sollten direkt während der Blüte geerntet werden.

Sie können die Kräuter einfach über ein leckeres Sommergericht streuen, sie in vakuumverschlossenen Gefrierbeuteln in der Tiefkühltruhe lagern – oder trocknen. Dafür werden die Kräuter in Bündeln zusammengebunden und etwa eine Woche an einem trockenen, luftigen Ort kopfüber zum Trocknen aufgehängt. Dort sollte es allerdings nicht wärmer als 30 Grad sein. Getrocknete Kräuter bewahrt man am besten in dunklen, verschließbaren Gläsern auf.

Im Mörser zerrieben und mit anderen Trockenkräutern kombiniert, lassen sich die tollsten Gewürznuancen kreieren. Tipp für Hobby- oder Profiköche: Der französische Trockenkräutermix aus Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Zwiebel, Knoblauch, Majoran und Oregano lässt Ihre Gäste abheben!  Ende

Sie möchten Ihre Kräuter durch Stecklinge vermehren? So geht’s: Schneiden Sie (vielleicht aus Ihrem Rosmarintopf?) einige junge Triebspitzen ab. Entfernen Sie die feinen Nadeln im unteren Bereich des Kräuterzweigleins vollständig und schneiden Sie dann die Spitzen der Stecklinge circa einen Zentimeter ab. Nun werden sie in die vorbereiteten Töpfe mit frischer sandhaltiger Erde gesteckt, ruhig mehrere nebeneinander.

Alles gut wässern, die Töpfe mit Transparentfolie abdecken und ans Licht (nicht in die Sonne) stellen. Die Erde immer gut feucht halten. Dann bekommen Ihre Rosmarin-Stecklinge nach drei bis vier Wochen die ersten Wurzeln.   Ende