Tulpenmagnolien

Zu den ersten und schönsten Vorboten des Frühlings gehört zweifellos die Magnolie. Die zarten weiß-rosa Blüten dieses zauberhaften Frühjahrsblühers sind aber leider sehr frostempfindlich und daher in den oft noch eisigen Märznächten extrem gefährdet. Um sie vor der Kälte zu schützen, können wir sie mit einem Vlies abdecken, wie es in jedem Gartencenter erhältlich ist. Es geht aber auch trickreicher: Decken Sie bei Bodenfrost Anfang März die Wurzeln mit einer superdicken Portion Mulch ab. Der sorgt mit seinen besonderen Eigenschaften dafür, dass sich die Erde in diesem Bereich erst später erwärmt. Und der Winterschlaf der Magnolie lässt sich so künstlich ein wenig verlängern: Die Blüten öffnen sich nicht ganz so voreilig, sondern ein paar Tage später. Dann, wenn sich Väterchen Frost hoffentlich ganz davon gemacht hat ...   Ende

Ab Mitte März können Sie den Winterschutz von Ihren Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse entfernen, vorausgesetzt, dass nicht Schnee und Eis noch einen Strich durch Ihre Frühlingsvorfreuden machen. Die besonders kälteempfindlichen Pflanzen werden, noch geschützt, an einen hellen Platz gestellt. Alle Pflanzen brauchen nun Wasser und Luft. Jetzt ist es Zeit, die überwinterten Pflanzen herunterzuschneiden, auch Kräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Lavendel. Die Kübel und Töpfe sollten vor dem Bepflanzen sorgfältig gereinigt werden, am besten mit einer Wurzelbürste, lauwarmen Wasser und Essigessenz. Danach mit klarem Wasser nochmals gründlich abspülen.   Ende

Sonnenblumen

Sie zeigen Ihnen die Sonnenseite des Lebens – ganz gleich, wann Sie sich für sie entscheiden: Ob Sie Ihre Sonnenblumen schon im März selbst ins Beet oder in einen großen Topf säen (dann blühen sie im Frühsommer), im Mai vorgezogene junge Pflanzen in Beete oder Kübel setzen (dann blühen sie im Hochsommer) oder dies erst im Sommer tun (dann blühen sie im Herbst). Sonnenblumen wünschen sich selbstredend vor allem viel Sonne. An warmen Tagen auch viel Wasser. Dazu ein wenig Dünger und sie strahlen. Übrigens: Sonnenblumen gibt es auch als Stauden. Die Stauden-Sonnenblume (Helianthus) ist noch wenig bekannt. Als Beetbegrenzung oder an Zäunen entlang gesetzt, macht sie sich sehr dekorativ – ein Stück Bauerngarten pur. Sie ist sehr robust, kann bis zu zwei Meter hoch werden und blüht spät und ausgiebig von August bis in den Oktober hinein.  Ende

Bei uns immer noch ein wenig exotisch: der Bambus. Er verleiht Vorgärten und Terrassen im Nu einen Hauch stilvoller Lässigkeit. Dabei sind asiatische Bambusgräser nicht nur attraktiv anzusehen, sondern auch robust und anspruchslos in der Pflege. Bambus braucht nicht mehr als einen windgeschützten, möglichst sonnigen Platz und ausreichend Wasser. Vor allem im Topf sollte er immer gut gegossen werden. Er mag auch richtig „nasse Füße“. Die immergrüne Pflanze ist nicht anfällig gegen Schädlinge und sogar winterhart.

Eine einzige Düngung im Sommer reicht dem Bambus völlig, im Garten kommt er ohne aus. Hier trifft man besonders oft auf zwei Arten: Die kleine, gefälligere Variante, der Schirmbambus, lässt sich problemlos in jedes Gartenbeet setzen und ist auch gut für den Kübel geeignet. Er wächst aufrecht (maximal zwei bis drei Meter) und ist übrigens ausgesprochen winterfest.

Der Flachrohrbambus bildet lange Wurzelausläufer und kann bis zu acht Meter m hoch werden. Er braucht im Garten also ausreichend Raum, besonders in die Tiefe. Dort lassen sich seine Wurzeln oft nur mithilfe eines Rhizoms zusammenhalten.  Ende

Zitronen

Bananenstaude, Kokospalme, Orangen- und Zitronenbäumchen – es gibt viele Möglichkeiten, sich den Süden auf Balkon und Terrasse zu holen. Zitruspflanzen sollten jetzt umgetopft werden. Der Handel bietet hierfür auch speziell für Zitruspflanzen aufbereitete Erde an. Die Bäumchen gedeihen am besten in schwach saurem Boden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,0. Dieser verändert sich häufig mit der Zeit, da das Gießwasser mancherorts sehr kalkreich ist. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass die Pflanze wichtige Nährstoffe nicht mehr aufnehmen kann. Dann finden sich an der Mittelmeerpflanze nicht nur gelbe Zitronen, sondern leider auch gelbe Blätter. Mit kalkfreiem Wasser (suchen Sie nach „Antikalk“ im Fachhandel) lässt sich hier vorbeugen.

Von April bis September sollten die mediterranen Bäumchen außerdem alle 14 Tage gedüngt werden, mit einem speziellen Flüssigdünger für Zitruspflanzen. Wenn Sie dann noch ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen für Ihre Zitrusbäumchen finden, werden Sie in jedem Fall belohnt – mit Zitronen, Orangen und dem typischen jasminartigen Duft der leuchtend-weißen Zitrusblüten.  Ende