Rote Pfingstrose

Jetzt im Mai ist die Hauptblütezeit der Pfingstrose. Von China, wo sie als Nationalblume in Kunst und Poesie verehrt wird und seit jeher in der Medizin genutzt wird (zum Beispiel gegen Fieber), gelangte sie vor mehr als zweihundert Jahren nach Europa. Heute signalisieren uns ihre großen duftenden rosa, weißen und roten Blüten vor allem: der Frühling hat seine Hochphase erreicht und das Pfingstfest steht vor der Tür. Wer selbst Pfingstrosen im Garten hat, weiß: Die Pfingstrose braucht etwas Anlaufzeit, aber dann blüht sie jedes Jahr schöner. Sie mag es sonnig bis leicht schattig und verabscheut jeglichen Umzug innerhalb des Gartens.

Die „Rose ohne Dornen“ pflanzt man im September. Dabei darauf achten, dass die Erde an der Pflanzstelle zwar wenn möglich bis auf 50 Zentimeter Tiefe gut gelockert und mit Humuserde gemischt wird, die Pflanze selbst aber nur drei Zentimeter flach in den Boden gesetzt wird. Sonst blüht sie nicht. Tipp: Einen Strauß Pfingstrosen für die Vase niemals am Stiel zusammenbinden, da die Pflanzen andernfalls leicht faulen.   Ende


Wir kennen und lieben sie als süß-saure vitaminreiche Frucht aus dem Supermarkt. Als Pflanze ist sie hierzulande noch ein echter Exot: die Kiwi. Wer sich im Garten ein Stück Neuseeland pflanzen möchte, braucht unter Umständen Geduld, aber es lohnt sich. Die Kiwipflanze ist eine überaus ästhetische Kletterpflanze. Mit ihren wunderschönen weißen Blüten und den großen herzförmigen Blättern macht sie an Mauern und Spalieren eine ebenso gute Figur wie im Kübel auf Balkon oder Terrasse. Hier braucht sie einen warmen, möglichst sonnigen Platz (keine Gluthitze) und eine Kletterhilfe. Ab Mitte Mai kann man die ersten Pflänzchen im Kübel ins Freie stellen. Sie können die Samen auch selbst vorziehen: Kerne aus der Frucht abwaschen, in ein wenig Erde streuen, Klarsichtfolie drüber legen, ins Licht stellen und bald gibt es die ersten Keimlinge ...

Kiwis mögen im Sommer kräftig gegossen (am liebsten mit kalkfreiem Wasser oder Regenwasser) und einmal die Woche auch gedüngt werden. So kann man sie ohne Bedenken bis zum ersten Nachtfrost im Herbst draußen lassen. Nicht erschrecken: Die Pflanze wirft im Winter alle Blätter ab. Lassen sie sie kühl und dunkel im Keller überwintern und alles Grün ist zum Frühjahr wieder da.

Sie möchten unbedingt auch Kiwi-Früchte ernten? Das ist in unseren Breitengraden zwar kompliziert, aber das Experiment wert. Das sollten Sie wissen: Kiwis sind sogenannte zweihäusige Pflanzen. Das heißt, sie haben entweder nur weibliche Blüten oder nur männliche. Damit die Pflanze Früchte trägt, braucht man (mindestens) zwei Pflanzen, die man nebeneinander setzt. Aber, nur Pflanzen mit weiblichen Blüten (erkennt man am strahlenförmigen Kranz) können Früchte bilden. Um sicher zu gehen, dass es mit der Befruchtung klappt: eine männliche Kiwi neben mehrere weibliche Kiwis pflanzen (eine männliche soll 7 bis 10 weibliche Kiwis befruchten können) – und dann den Harem einfach ein wenig in Ruhe lassen. Wem das alles zu umständlich ist, kann im Fachhandel nach den inzwischen gezüchteten selbstfruchtenden Sorten „Jenny“ oder „Weiki“ fragen. Hier sitzen weibliche und männliche Blüten bereits auf einer Pflanze, so dass man auch keine zweite dazu kaufen braucht. Kiwipflanzen sind anspruchsvoll in der Nährstoffversorgung. Sie mögen nur leicht saure Böden und keinen Kalk, auch nicht im Dünger.  Ende

Zucciniblüten

Nun können sie wieder ohne Reue gesät oder gepflanzt werden: Paprika, Peperoni, Tomaten, Zuccini, Auberginen und andere empfindsame Gemüsearten, die es warm und sonnig brauchen. Säen Sie jetzt Zuccinisamen ins Gartenbeet oder in einen großen Kübel: zwei bis drei Samen in ein Pflanzloch geben, später nur die Größeren stehen lassen. Zuccini brauchen viel Platz, viel Sonne und warme Feuchtigkeit. Sie wollen auch gedüngt werden - im Kübel einmal die Woche, im Beet alle vier Wochen.

Für den „Gemüsegarten“ auf dem Balkon ebenso gut geeignet wie fürs Beet ist die Kletterzuccini (z.B. Black Forest). Erstes feines Zuccinigemüse gibt es dann etwa acht bis zehn Wochen nach der Aussaat.   Ende

Strauchtomaten

Sie möchten schon lange Tomaten auf dem eigenen Balkon ziehen? Tun Sie es jetzt! Für Balkon und Terrasse eignen sich die kleinen, leckeren Cocktail- und Cherrytomaten (z.B. „Minibel“ oder „Micro Tom Kirschtomaten“). Tomaten benötigen sortenunabhängig viel Platz, daher unbedingt auf große Pflanzgefäße achten. Die einjährigen Pflänzchen tief in die Erde setzen (bis zum untersten Blatt) und mit Bambusstöcken abstützen. Tomaten brauchen einen sonnigen, windgeschützten Ort, den sie dann oft über Jahre nicht mehr wechseln möchten. Und sie brauchen viel Wasser - an heißen Sommertagen oft zweimal am Tag. Nur auf die Wurzeln gießen. Einmal in der Woche möchten Tomaten gedüngt werden (auch gern mit ihren eigenen Abfällen). Da sich die Erde im Topf schneller erwärmt, kann schon ab Juli geerntet werden. Wie wäre es dann mit einem Teller Tomaten, Morzarella und frischen Basilikumblättern? Mmmh … !  Ende