Japanischer Fächerahorn

Er ist der Herbst persönlich: Mit seinen leuchtend gefärbten Blättern ist der japanische Ahorn (Acer japanicum) die malerische Attraktion in unseren Gärten. Wir lieben ihn für seine Ästhetik und Leichtigkeit und dafür, dass er uns über das Ende des Sommers so schön hinwegtröstet.

Zu den bekanntesten japanischen Ahornarten zählt der Fächerahorn (Acer palmatum), dessen filigrane Blätter an die ausgebreiteten Finger einer Hand erinnern. Mit seinen vielen gezüchteten Sorten ist der Fächer-Ahorn auch für kleine Gärten gut geeignet. Es gibt ihn in unterschiedlichen Farbtönen. Doch alle Sorten zeichnen sich durch den kompakten Wuchs, die typisch fingerartigen Blätter und ihre wunderschöne Herbstfärbung aus. Viele Sorten haben bereits beim Austrieb im Frühjahr eine dekorative Blattfärbung, die sich dann im Herbst nochmals verändert: „Orange Dream“ etwa trägt grüngelbe Blätter mit kaminroten Rändern, die sich im Herbst in ein leuchtendes Orangerot verwandeln. Oder die nach der Weinrebe benannte Sorte „Shiraz“: Ihre jungen grünen Blätter haben beim Austrieb im Frühling einen blassrosa bis weinroten Rand. Im Herbst färben sie sich leuchtend rot.

Für Balkon oder Terrasse geeignet ist „Shaina“, eine neue Zwergsorte mit lang geschlitzten, kaminroten Blättern im Frühjahr und Herbst, die sich gut im Kübel pflanzen lässt. Auch die Sorte „Wilson’s Pink Dwarf“ eignet sich für die Terrasse. Und auch sie macht schon im Frühjahr auf sich aufmerksam – mit flamingorosa Blättern, die sich im Herbst gelb-orange färben. Der Fächerahorn fühlt sich am wohlsten an einem sonnigen bis halbschattigen Platz (Vorsicht: zu starke Mittagssonne führt leicht zum „Sonnenbrand“), braucht einen lockeren Boden und im Winter einen Kälteschutz für den Wurzelballen.

Anders als in den Herkunftsländern Japan und Korea, wo der Baum bis zehn Meter Höhe erreichen kann, werden die in Europa angebotenen Sorten gerade mal 1,5 bis zwei Meter hoch – brauchen dafür aber viele Jahre. Je feiner die Ahornblätter geschlitzt sind, desto langsamer wächst die Sorte.  Ende

SJetzt wird es Zeit für den Winterschutz: Frostempfindliche Bäume oder Sträucher lassen sich mit Netzen oder einem Vlies aus Kunststoff umhüllen. So kann die Wintersonne den Blättern nicht schaden. Und unter dem Netz bleibt die Temperatur immer etwas höher. Zusätzlich sollte man die Wurzeln mit einer dicken Mulchschicht (Kiefernrindenmulch) schützen.

Stauden werden vor dem ersten Frost mit Komposterde, Rindenmulch oder einer zehn Zentimeter dicken Laubschicht abgedeckt. Auch Gräser sollten Sie am Boden mit Laub abdecken. Lange Halme besser mit einer Schnur zusammenbinden. Um die empfindlichen großen Gräser können Sie eine Schilfmatte herumlegen, wie zum Beispiel beim Pampasgras. Ziergräser im Topf draußen an einen trockenen Platz stellen, da zu viel Nässe leicht die Wurzeln faulen lässt. Höhere Gräser können Sie auch oben im Topf zusammenbinden. Kälteempfindliche Zwerggehölze lassen sich gut mit Fichten- oder Tannenreisig zudecken. Gehölze, die im Winter ihre Blätter verlieren, kann man mit einer trockenen Laubschicht und zusätzlich mit einem Vlies bedecken. Immergrüne Gehölze wie der Rhododendron bekommen einen Winterschutz aus Laub und Rindenmulch.

Auch der Buchsbaum sollte im Winter mindestens mit einer Noppenfolie geschützt werden. Darüber können Sie zusätzlich eine Kokosmatte wickeln, jedoch nicht zu eng. Die Erdfläche sollte offen bleiben, damit das Regenwasser die Wurzeln erreicht.

Rosen schützt man vor den kalten Temperaturen auch durch das sogenannte „Anhäufeln“. Dazu schaufelt man einen kleinen Hügel aus Gartenerde (oder auch Kompost) etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch um die Rosentriebe. Gegen die Frosttrocknis helfen Tannen- und Fichtenzweige, mit denen Sie die Rose abdecken und so vor der Wintersonne schützen. Haben Sie Ihre Rosen im Kübel auf Terrasse oder Balkon? Auch sie können draußen geschützt überwintern. Die Gefahr der Frosttrocknis ist jedoch bei Kübelpflanzen noch größer als im Gartenbeet. Ziehen Sie die Rosenkübel möglichst an eine schattige Hauswand heran und umwickeln Sie den Topf mit Noppenfolie oder Kokosfasermatten. Auch im Kübel schadet es nicht, die Rose mit Komposterde anzuhäufeln und oben mit Laub abzudecken Und ganz wichtig: Fühlen Sie regelmäßig, ob die Pflanze noch über genügend Feuchtigkeit verfügt. Falls nicht, an frostfreien Tagen gießen.  Ende

FlechtkKörbe

Es ist das älteste Handwerk der Welt und wird nur noch von wenigen Menschen praktiziert: das Korbflechthandwerk. Körbe wurden nicht nur zu allen Zeiten überall auf der Welt gebraucht, sie erwärmen noch heute unser Herz durch ihren ganz speziellen Charme. Gerade jetzt, wenn es draußen immer dunkler und unwirtlicher wird, gehören sie zu den kleinen Dingen des Lebens, die alles ein wenig gemütlicher machen. Das Feuer im Kamin, der geflochtene Korb mit den Holzscheiten daneben, der gute Rotwein im handgeflochtenen Flaschenkorb ...

Für die Korbmacher ist der November ein wichtiger Monat. Die Weiden, aus denen ein Korb geflochten wird, werden jetzt wieder geschnitten. Von November bis März dauert die Zeit der Saftruhe und damit auch die Schnittphase. Anschließend werden die Weidenruten geschält, gebündelt und getrocknet, um dann zu Körben geflochten zu werden. Wie das wirklich vor sich geht, wissen hierzulande die wenigsten. Im fränkischen Lichtenfels werden Sie andererseits nur wenige Menschen treffen, die dies nicht wissen. In der Korbmacherstadt am Obermain hat die Korbflechtkunst eine Jahrhunderte alte Tradition. Und die wird bis heute weitergegeben an die nächste Generation: Die Berufsfachschule für Korbflechterei in Lichtenfels ist die letzte Ausbildungsstätte für professionelle Flechtwerkgestalter weltweit.  Ende


Gegen den Novemberblues: Setzen Sie Farbtupfer in Ihren Garten! Nicht alle Pflanzen bereiten sich nun auf den Winterschlaf vor. Jetzt stehen die späten Sorten der Herbst-Chrysantheme (zum Beispiel die „Nebelrose“) und der Myrtenaster in voller Blüte. Die Winterkirsche, der Winter-Schneeball und der Duft-Schneeball öffnen ihre ersten zarten Blüten. Eigentlich eine Art ungewöhnliche Vorblüte, denn „richtig“ blühen tun alle drei erst im März.

Zu den eigentlichen Novemberblühern gehört die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana). Tatsächlich verzaubert sie mit ihren langen, schmalen und hell-gelben Blütenblättern den winterlichen Garten. „Hama“ geht zurück auf das griechische „hama“=gleichzeitig und „melon“= Apfel, Frucht. Denn der Strauch trägt Früchte und Blüten fast gleichzeitig – und das auch dann, wenn die Natur vielerorts in eine dichte Schneedecke gehüllt ist. Das erschien früher fast wie Zauberei - daher auch die Namensgebung „Zaubernuss“. Die ursprüngliche Heimat der Hamamelis Virginiana ist Nordamerika, wo sie bei den Indianern als Droge und Wunderheilmittel sehr beliebt war. Nach Europa kam die Pflanze im 18. Jahrhundert, findet sich als Heilpflanze aber auch schon in uralten Kräuterbüchern erwähnt. Hamamelis ist Bestandteil vieler Salben gegen Wunden und Entzündungen. Hamameliswasser findet sich auch in manchem Gesichts- oder Rasierwasser.

Als Zierstrauch erhalten Sie im Fachhandel neben der amerikanischen auch die Japanische Zaubernuss (Hamamelis japonica) und die Chinesische Zaubernuss (Hamamelis mollis). Die Pflanze kann drei bis fünf Meter hoch werden, wächst aber nur langsam. Sie ist eigentlich anspruchslos, nur mag sie keine extremen Bedingungen. Pflanzen Sie das Blütengehölz im Herbst an einen windgeschützten Platz, in einen tiefgründigen, möglichst neutral bis schwach-sauren Boden. Und freuen Sie sich auf ihren winterlichen Blütenzauber...  Ende