Apfelbaum

Einen eigenen Baum pflanzen? Ihn über viele Jahre wachsen und Früchte tragen sehen? Kaum etwas lässt das Gärtnerherz höher schlagen. Dabei ist es gar nicht schwer:


Die beste Zeit, um einen Obstbaum zu pflanzen, ist im Herbst, nach dem Laubfall. Dann bildet ein Baum früher Wurzeln. Kaufen Sie eine kleinwachsende Sorte (bis drei Meter) und einen möglichst jungen Baum. Auch ein kleiner Baum braucht Platz, ein Apfelbaum etwa zwei mal zwei Meter. Ein Apfelbaum besteht aus der „Unterlage“ (Wurzelwerk mit erstem Austrieb) und der „Edelsorte“ (in den Trieb gesetzte Knospe einer anderen Sorte). Die sehr resistenten Sorten sind oft durch ein „Re“ im Namen gekennzeichnet. Damit Ihr Baum gesund bleibt, Schädlingen widersteht und viele Jahre lang viele Früchte trägt, sollte man auch die Pflanzgrube mit großer Sorgfalt auswählen. Machen Sie sich rechtzeitig mit seinen Standortvorlieben vertraut und berücksichtigen sie diese. Viele Obstbäume mögen es sonnig bis halbschattig.

ApfelbaumWenn möglich bereitet man die Pflanzgrube schon einige Monate vor dem eigentlichen Pflanzen vor: Das Pflanzloch sollte einen bis 1,5 Zentimeter Durchmesser und mindestens 50 Zentimeter Tiefe haben. Boden auch darunter noch auflockern! Vermischen Sie den Aushub mit reichlich Kompost oder Mist. Jeder kleine Obstbaum braucht einen Baumpfahl zum Anlehnen. Schlagen Sie einen solchen Pfahl senkrecht in die offene Pflanzgrube, etwas mehr zum Rand hin. Der später in die Mitte der Grube gepflanzte Baum soll dann leicht am Pfahl befestigt werden können. Bis zu zwei Jahren wird der Pfahl gebraucht. Dann ist das Bäumchen selbst fest in der Erde verwurzelt. Den Pfahl an der Seite des Baumes platzieren, an der der meiste Wind zu vermuten ist . Das ist meist die Westseite. Füllen Sie die Grube dann mit dem Gemisch aus Aushub und Kompost. Schaufeln Sie am Schluss die Erde etwas höher auf, da sich alles noch setzen wird.

Die eigentliche Pflanzaktion beginnt ein paar Monate später. Dann brauchen Sie die Pflanzgrube nur noch rund um den Wurzelballen auszuheben. In der Mitte der Sohle schichten Sie einen kleinen Erdhügel auf. Kürzen Sie noch die Wurzeln des Bäumchens um etwa ein Drittel. Von den Trieben lassen Sie nur einen langen Mitteltrieb und drei Seitentriebe stehen, in Form eines gleichschenkligen Dreiecks. Nun stellen Sie das Bäumchen in die Mitte des Pflanzlochs, nahe an den Pfahl, und öffnen das Ballentuch. Die Wurzeln sollen sich über dem Erdkegel nach unten ausbreiten können. Heben Sie den Baum noch einmal kurz an und schütteln Sie ihn etwas. So kann sich die Erde zwischen den Wurzeln gut verteilen. Dann schaufeln Sie das Pflanzloch zu.

Es sollte eine Handbreit Platz zum Rand bleiben für die aufzufüllende Komposterde. Die Veredelungsstelle liegt immer ausreichend über der Erde. Sie darf den Boden nie berühren. Dann die Erde im Wurzelbereich festtreten, nicht jedoch am Stamm. Der gepflanzte Baum muss gründlich gewässert werden und wird danach hinten am Pfahl angebunden. Aber nicht zu fest, da der Stamm an Umfang noch zunimmt, wenn der Baum fest verwurzelt ist. Apfelbäume schneidet man zwischen Januar und April. Waagerechte Zweige dabei um ein Drittel kürzen, sehr senkrecht wachsende entfernen. Es heißt, je waagerechter ein Ast verläuft, desto mehr Früchte trägt er.  Ende

Weinblätter

Sie würden gerne einen Weinstock pflanzen, haben aber keinen Garten? Auch wenn Sie nur einen kleinen Balkon haben, brauchen Sie auf den eigenen Rebstock nicht zu verzichten. Vorausgesetzt, Sie können ihm eine kleine Sonnenecke bieten – eine Südseite wäre optimal! Wein wächst nämlich auch im Kübel. Wichtig ist nur, dass er ein mindestens 30 Liter fassendes Kübelgefäß mit Wasserabzug erhält. Stellen Sie das am besten auf kleine Holz- oder Tonklötzchen.

Den Anfang sollte darin eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton machen, damit es an den Wurzeln nicht zu Staunässe kommt. Mischen Sie ein Substrat aus zwei Teilen Blumenerde und ein Teil Bimskies oder getrockneten Blähton. Dadurch sind die Wurzeln ausreichend gut belüftet.

Ein Weinstock möchte immer gut gewässert und ab dem zweiten Jahr von Mai bis Juli auch gelegentlich gedüngt werden. Denken Sie auch daran, dass er ein Holz- oder Bambusspalier braucht. Einige Weinsorten bekommen, nachdem die ersten Trauben gereift sind, im Oktober eine hübsche rote Blattfärbung wie zum Beispiel die sizilianische Rebsorte „Nero d’Avola“. Weinstöcke sollten bis spätestens Ende Juli im Boden oder im endgültigen Kübel stehen, damit sie bis zum Winter richtig festwurzeln können. Sie können den Wein draußen im Kübel überwintern lassen. Packen Sie ihn dafür gut mit Noppenfolie ein, füllen Sie Erde auf und bedecken Sie den Wurzelbereich mit einer dicken Laubschicht. Zusätzlich kann man den Topf auf Styropor stellen. Ziehen Sie ihn dicht ans Haus heran. Und vergessen Sie nicht, den Wein – auch wenn er keine Blätter mehr hat – an frostfreien Tagen zu gießen.

Den so genannten Winterschnitt nehmen Sie am besten im März oder April, kurz vor dem Austrieb vor. Keine Sorge, dabei können sie eigentlich nichts falsch machen. Die Uni Hohenheim stellt noch unsicheren „Weinbauern“ ein virtuelles Programm zum Trainieren der richtigen Schnitttechnik im Internet zur Verfügung. Wenn Sie all dies beherzigen, steht einer ersten Traubenernte in Ihrem „mobilen Weinberg“ eigentlich nichts mehr im Wege  Ende