Granatäpfel

Seine Früchte erinnern an Geschichten aus 1001 Nacht und in diesem Monat ziert er als feierliches Highlight wieder viele Weihnachtsteller: der Granatapfel. Er gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und Liebe, im Orient auch als Zeichen der Unsterblichkeit. Die heilbringende Anti-Age-Wirkung seines Saftes ist tatsächlich beeindruckend, sein Gehalt an Polyphenolen und Flavonoiden enorm. Bei Herz- und Gefäßkrankheiten, hohem Blutdruck, Arthritis und Entzündungen aller Art soll er helfen, er stärkt unsere Abwehrkräfte und Vitalität. Sein Fruchtfleisch ist fester Bestandteil der exquisiten persischen Küche und verfeinert auch in den Spitzenküchen internationaler Restaurants die Gourmetsaucen.

GranatapfelUrsprünglich stammt der „Apfel der Aphrodite“ aus West- und Mittelasien. Inzwischen wird er längst auch im Mittelmeerraum und Kalifornien angebaut. Und selbst bei uns gedeiht er immer öfter, wenn auch „nur“ als Zierpflanze. Dafür trägt er von Juli bis September wunderschöne, glockenförmige rote Blüten. Der Granatapfelbaum braucht einen absolut windgeschützten Platz in der vollen Sonne und regelmäßige Düngung. Bis zu fünf Meter hoch kann er werden, aber es gibt auch kleinere Zwergsorten (zum Beispiel „Nana“), die nur bis zu einem Meter groß werden, dafür sehr schnell und prächtig blühen.  Ende

Kübelflanzen, die im Freien überwintern, brauchen auch frostbeständige Terrakotta-Töpfe. Aber nicht alle Terrakotta-Töpfe sind winterfest. Hier sollte Sie im Fachhandel nachfragen. Stellen Sie die Kübel in einer windgeschützten Ecke zusammen und ziehen Sie sie möglichst an die Hauswand heran. Es ist ratsam, die Töpfe zusätzlich auf Holz- oder Tonklötze zu stellen. Liegt der Topf direkt auf dem Boden auf, kann er bei Frost zerspringen. Wichtig bei Schneefall: den Schnee von den Topfrändern entfernen, bevor er schmilzt. Wenn die Tonkübel zu viel Wasser aufnehmen, kann es zu Frostrissen kommen.

Bei andauerndem Frost sollte das Pflanzgefäß mit Schilfmatten oder Noppenfolie gut eingepackt werden. Die Wurzeln zusätzlich mit einer Mulchschicht schützen. Auch die „Topf in Topf“-Methode eignet sich zum Winterschutz: Hierzu den Pflanztopf in einen zehn bis 20 Zentimeter größeren Topf stellen. Die Zwischenräume gut mit Laub ausfüllen. Das wirkt wie eine Isolierschicht. Und: Vergessen Sie Ihre Pflanzen im Winterquartier nicht völlig! Oft ist es nicht so sehr der Frost, der ihnen zusetzt, sondern die fehlende Flüssigkeit. Gerade in milden Wintern sollte man alle zwei Wochen die Erde fühlen und – falls sie trocken ist und keine Frostgefahr besteht – auch ausreichend gießen. !  Ende

Liebsperlen

Lila Perlenschmuck im winterlichen Garten? Der „Callicarpa bodinieri“, auch Liebesperlenstrauch genannt, zeigt uns, wie ästhetisch der Winter sein kann. Sein violett-rosa Fruchtschmuck ist eine Inszenierung der Extraklasse. Dabei kommt der Strauch im Sommer ganz unscheinbar daher, mit seinen dunkelgrünen, langen Blättern. Die helle, lilafarbene Blüte entzückt vor allem die Hummeln. Erst wenn sich die Blätter im Herbst hellgelb und orange färben, ahnt man darunter die violetten perlenartigen Beeren, die erst im Winter ihren glanzvollen Solo-Auftritt haben. Der „Callicarpa bodinieri“ wächst schnell und kann zwei bis drei Meter hoch und zwei Meter breit werden. Er ist auch für den Steingarten und sandhaltige Böden geeignet. Der Liebesperlenstrauch ist allerdings nur bedingt winterfest. Junge Pflanzen brauchen Winterschutz aus Kompost. Ist die größte Kälte gut überstanden, können im zweiten Jahr die Früchte wachsen.  Ende

Die Christrose oder Schneerose galt wegen ihrer Blüte zu Weihnachten von jeher als heilig. Man schrieb ihr schützende Kräfte vor dem Bösen zu. Doch so schön die Christrose blüht, so giftig ist sie. Auf dem Land wurde sie als wetterprophezeiende Orakelblume verehrt. Hier pflückte man in der Heiligen Nacht zwölf Blütenknospen, eine für jeden Monat im Jahr. Wenn sich die Knospen öffneten, deutete dies auf einen wetterfreundlichen Monat hin. Die Blume der Heiligen Nacht ist auch unter dem profanen Namen „Nieswurz“ bekannt. Ihn verdankt sie der Tatsache, dass ihre pulverisierten Wurzeln ungewollt zum Niesen führen. Man glaubte, mit der Nieswurz-Pflanze auch Krankheiten und das Böse ausniesen zu können. In Wilhelm Hauffs Märchen „Zwerg Nase“ hat eben diese Fähigkeit den verzauberten Jakob in seine wahre Gestalt zurückverwandelt. Noch heute sind die pulverisierten Wurzeln der Christrose in manchen Schnupftabak-sorten und Niespulvern enthalten.  Ende

Wenn alle anderen die Blätter verlieren, legt er erst richtig los: Der Sibirische Hartriegel (Cornus alba Sibirica) ist mit seiner feuerrot leuchtenden Rinde im winterlichen Garten ein superästhetischer Hingucker. In die Nähe einer weißen Hauswand gepflanzt oder an einen zentralen Platz im winterweißen Garten macht er sich einfach extrem dekorativ. Der Hartriegel trotzt Winden und Frost und ist dabei recht anspruchslos. Eine Kompostgabe im Frühjahr reicht völlig aus. Nur ein Zuviel an Trockenheit bekommt ihm nicht, er möchte einen frischen bis feuchten Boden. Und Platz braucht er auch. Dann kann der Sibirien-taugliche Ästhet zwei bis drei Meter hoch und drei bis vier Meter breit werden. Attraktiv ist der Hartriegel auch zu anderen Jahreszeiten. Ab Mai zeigen sich an den Triebspitzen die weißen Blüten, die großen Eindruck auf die Bienenwelt machen. Im Herbst trägt der Strauch Beeren und die dunkel-grünen Blätter färben sich orange-rötlich. Das intensiv leuchtende Rot der Zweige befindet sich nur in den jungen Trieben. Wenn man die alten Triebe regelmäßig entfernt, lässt es sich länger erhalten. Alle paar Jahre sollte man die Pflanze darum auch bis fast auf den Boden zurückschneiden.  Ende